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Reachstacker bewegen bis zu 24.000 Tonnen pro TagArchiv
Reachstacker bewegen bis zu 24.000 Tonnen pro Tag
Alles ist riesig. Das Stahlwerk, die Lagerplätze, die Brammen und die Umschlagtechnik. Eisenbahn und Häfen GmbH - hinter diesem Unternehmen verbirgt sich ein Logistikdienstleister in Duisburg mit 1.200 Mitarbeitern.
Das 1949 gegründete Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter von ThyssenKrupp Steel und führt insbesondere im westlichen Ruhrgebiet Werkstransporte per Bahn durch. Auf knapp 500 km Gleisnetz verkehren 100 Lokomotiven und knapp 2.000 eigene Eisenbahnwaggons. Als Betreiber der beiden am Rhein gelegenen Häfen Schwelgern und Walsum-Süd erfüllt Eisenbahn und Häfen die Aufgabe, mit bedarfsgerechten Leistungsangeboten eine wettbewerbsfähige und wirtschaftliche Hafenlogistik zu erbringen. Das war und ist das Rückgrat der Dienstleistungen, doch das Portfolio wächst.
ThyssenKrupp Steel schrieb das Handling von 255 mm hohen, 12.000 mm langen und bis zu 40 Tonnen schweren Brammen in den Lagern Beeckerwerth und Walsum neu aus und vergab die Bewirtschaftung der Lagen an Eisenbahn und Häfen GmbH. Zum Einsatz kommen erstmals 3 Reachstacker von Kalmar mit hydraulischer Brammenzange bzw. Magnetanlage. Die Traglast beträgt in der ersten Reihe 48 t, in der zweiten Reihe 41 t. Die Brammenzange handelt die bis zu 800°C heißen Brammen, die Magnete eignen sich für erkaltetes Material.
Zusätzlich wurde ein 52-Tonnen-Frontstapler beschafft. 'Besonderheit ist,' so Burkhard Decker, Senior Port Manager, 'dass wir die Anbaugeräte untereinander beliebig tauschen können. Alle Maschinen verfügen über die erforderliche Hydraulik'. Man entschloss sich zu den Reachstackern, weil diese im Gegensatz zu Frontstaplern den Vorteil bieten, Brammen aus der zweiten Reihe, also auf hintereinander liegenden Stapeln abnehmen zu können und durch den Drehkranz des Tool Carriers auch schräg an den Brammenstapel heranfahren zu können. So wird die Platzbewirtschaftung einfacher und wirtschaftlicher. Bisher haben große Frontstapler den vorderen Stapel komplett umgestapelt, bevor sie an den dahinter liegenden herankamen. Diese aufwändigen Arbeiten können nun Dank der Kinematik der Reachstacker entfallen. Die Anforderungen in die noch unbekannte Technik sind hoch, und steigen zudem weiter. Denn das neue ThyssenKrupp Stahlwerk in Brasilien wird ab Ende 2009 erhebliche Mengen nach Duisburg zur Weiterverarbeitung liefern. Ab 2010 müssen die 4 Großstapler, die noch um ein weiteres Gerät ergänzt werden sollen, täglich rund 20.000 bis 24.000 Tonnen Material umschlagen - jahrein, jahraus, bei jedem Wetter und rund-um-die-Uhr. Bis zu 3.000 Stunden werden die Maschinen jährlich leisten müssen. www.kalmarind.de Bilder: Kalmar ![]() |
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