Die TRGS 554 definiert für Arbeitsbereiche eine technische Richtkonzentration für Dieselmotoremissionen von 0,1 mg/m3. Für dieselbetriebene Stapler ist dieser Wert bindend und die effizienteste Maßnahme, Emissionen zu reduzieren, ist diese an der Quelle der Entstehung zu beseitigen. Mit einem Dieselpartikelfilter ist das wirkungsvoll erreichbar. Hierbei hat die Wirtschaftlichkeit bei der Auswahl eines solchen Filters für den Betreiber oberste Priorität und wird beeinflusst durch das Regenerationsverfahren, die Standzeit und den Wartungsbedarf.
Für Hubstapler sind Dieselpartikelfilter mit aktiver Regeneration den Lösungen mit passiver Regeneration vorzuziehen. Dieselpartikelfilter mit aktiver Regeneration arbeiten unabhängig von der Abgastemperatur und sind daher für den intermittierenden Betrieb bei Staplern sinnvoll. Passive Systeme benötigen für eine effiziente Funktion stabil hohe Abgastemperaturen, was bei Hubstaplern selten gegeben ist.
Auch bei aktiven Systemen gibt es Unterschiede, die maßgeblich die Wirtschaftlichkeit beeinflussen. So lassen sich einige Produkte nur aufwändig mit externer Energie regenerieren und die Stapler müssen zudem sehr oft in der Regenerationsphase still gelegt werden. Hier unterscheidet sich nach Herstellerangaben das MANN+HUMMEL System SMF®-AR mit Filterelement für Leistungsbereiche von 0 bis 130 kW von herkömmlichen Systemen. „Es hat diese Nachteile der herkömmlichen aktiven Systeme aufgelöst“, so Ulrich Lampen, Produktmanager Retrofit bei MANN+HUMMEL in Speyer.
Bei der aktiven Regeneration wird im SMF®-AR Filterelement so lange der Ruß gesammelt, bis eine für die elektrische Regeneration optimale Beladung auf dem Element erreicht ist. Erst dann wird der Rußabbrand aktiv eingeleitet. Die Zündung des Rußes wird beim SMF®-AR durch Strahlungswärme aus Heizelementen erreicht. Drei Heizelemente umfassen das komplette Element und sorgen für eine flächige, gleichmäßige Aufheizung des bestrahlten Rußes. Die Heizelemente sind so konzipiert, dass die Temperatur in kurzer Zeit auf ein Niveau ansteigt, das eine vollautomatische Zündung der Rußschicht ermöglicht. Es werden knapp 10 Prozent der Filtermantelfläche bestrahlt und der Rußabbrand auf der gesamten Filteroberfläche eingeleitet. Automatisch dosierte Additive senken die Zündtemperatur des Rußes und sorgen für einen gleichmäßigen Abbrand. Im Lieferumfang befindet sich auch ein Additivtank mit einer Füllmenge, die ausreichend für eine Betriebsdauer bis zu drei Jahren ist.
Laut Hersteller arbeitet der SMF®-AR ohne externe Energie und während seiner Regeneration kann der Stapler weiter betrieben werden, das heißt, er ist rund um die Uhr ohne Betriebsunterbrechung einsetzbar. Hervorgehoben wird seine Flexibilität und kompakte Bauweise. Eine Abstimmung auf den Motor sei nicht erforderlich. Das Filterelement verspricht hohe Standzeiten durch seine große Aschespeicherkapazität. Es ist zudem ein Lebensbauteil, das einfach gereinigt werden kann.
www.mann-hummel.comBilder: Mann + Hummel