+++ GRAMMER AG+++ Schwieriges Geschäftsjahr 2009 erwartet, Personalabbau unumgänglich. Der Hersteller von Komponenten und Sitzsystemen für die Automobilindustrie und u.a. Flurförderzeugen meldet für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 noch eine stabile Geschäftsentwicklung. Trotz rückläufiger Umsätze im vierten Quartal durch die Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise konnte nach eigenen Angaben erstmals in der Unternehmensgeschichte mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt werden.
Das Segment Seating Systems habe abermals maßgeblich zur Umsatzsteigerung im Konzern beigetragen und konnte einen Umsatz von 390,0 Mio. Euro (Vj. 363.6) erzielen. „Mit technisch hochwertigen und innovativen Produkten ist es uns auch im Jahr 2008 gelungen, unsere führende Position im Bereich Nutzfahrzeug-Sitze weiter auszubauen“, so Vorstandsvorsitzender Dr. Rolf-Dieter Kempis.
Aufgrund der Folgen der Finanzkrise rechnet der Vorstand der GRAMMER AG für das erste Halbjahr 2009 mit einer weiterhin sehr verhaltenden Nachfrage und mit einem Umsatzrückgang von 25 bis 30 Prozent sowie einem negativen EBIT. Eine Prognose für das Gesamtjahr 2009 kann das Unternehmen aufgrund der immer noch fehlenden Visibilität und der hohen Unsicherheit im Hinblick auf die Entwicklung der Kundenabrufe zurzeit nicht abgeben.
Neben Einführung von Kurzarbeit an allen deutschen Standorten seit Mitte Januar 2009 sowie der Reduzierung der Anzahl an Leiharbeitern und befristeten Mitarbeitern wurden speziell in den ausländischen Werken der GRAMMER Gruppe Personalkapazitäten angepasst. Seit dem Jahresende sind weitere 1.000 Mitarbeiter abgebaut worden. Zusätzlich hat sich der Vorstand mit dem Betriebsrat auch auf einen Personalabbau um 227 Mitarbeiter an den Standorten in der Region Amberg geeinigt.
04/2009