+++GUMASOL+++ Reifenhersteller vor Insolvenzverfahren. Ein voraussichtlicher Umsatzeinbruch von über 40 Prozent im Geschäftsjahr 2009 veranlasste die Gumasol-Werke Dr. Mayer GmbH & Co KG in Germersheim beim Amtsgericht Landau Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen. Das teilte der geschäftsführende Gesellschafter Hans Mayer mit. Die weltweite Wirtschaftskrise sei Grund für den Gang ins Insolvenzverfahren, das laut vorläufigem Insolvenzverwalter Wiedemann am 1. März 2010 eröffnet werden soll.
Wie die Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ weiter berichtet, werde der Umsatz nach 33 Millionen Euro 2008 auf etwa 18 Millionen im laufenden Jahr sinken. Auf den Nachfrageeinbruch reagiere Gumasol seit Februar mit umfangreichen Restrukturierungen wie Kurzarbeit, Kostensenkungen und der Verlagerung der Reifenproduktion nach Fernost, was mit einer Reduzierung des Stammpersonals von 183 auf 110 einherging. 'Dennoch sei das Unternehmen in eine in diesem Umfang nicht geplante Schieflage geraten, aus der es sich nicht aus eigener Kraft habe befreien können', teilte Mayer mit.
Für 2009 erwarte Gumasol inklusive der Aufwendungen für Restrukturierungen einen Verlust im mittleren siebenstelligen Bereich. Das Unternehmen habe sich in den vergangenen Jahren weitgehend eigenfinanziert und keine Bankschulden. Mayer: 'Die Gesellschafter sehen sich außerstande, den erheblichen zusätzlichen Finanzmittelbedarf zu decken.' Wiedemann habe die uneingeschränkte Weiterführung der Produktion bereits sichergestellt. Löhne und Gehälter seien für die nächsten drei Monate über Insolvenzgeld abgesichert.
Quelle: „Die Rheinpfalz“
12/2009