+++JUNGHEINRICH+++ Nachfrage nach Flurförderzeugen auf niedrigem Niveau stabilisiert - weiterer Stellenabbau geplant. Nach dem Einbruch des Weltmarktes für Flurförderzeuge im 1. Quartal des laufenden Jahres um rund 50 Prozent blieb die Nachfrage im 2. Quartal 2009 weiterhin um 49 Prozent unter Vorjahresniveau.
Für das Geschäftsjahr 2009 erwartet das Unternehmen – bei weiter bestehender Unsicherheit in der Markteinschätzung – einen weltweiten Einbruch des Marktvolumens für Flurförderzeuge um rund 40 Prozent (bisher angenommen: 30 Prozent) auf nur noch ca. 520 Tausend Fahrzeuge. (Vorjahr: 872 Tausend Einheiten).
Zusätzlich zu den zu Jahresbeginn bereits abgebauten 300 Arbeitsplätzen an den deutschen Produktionsstandorten sei ein weiterer Kapazitätsabbau von ca. 500 Arbeitsplätzen notwendig, um die Werke strukturell den nachhaltigen Markterfordernissen anzupassen. In Ergänzung zu den vor allem im Auslandsbereich bereits eingeleiteten Anpassungsmaßnahmen von rund 400 Mitarbeitern im Jungheinrich-Vertrieb ist ein weiterer Personalabbau von voraussichtlich 150 Mitarbeitern im In- und Ausland geplant.
Der wertmäßige Auftragseingang des Jungheinrich-Konzerns, der alle Geschäftsfelder umfasst, verringerte sich im 1. Halbjahr um 27 Prozent auf 819 Millionen Euro (Vorjahr: 1.120 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse sanken im 2. Quartal 2009 um rund 24 Prozent auf 417 Millionen Euro (Vorjahr: 547 Millionen Euro). Für das 1. Halbjahr 2009 verzeichnete der Konzern dadurch einen Umsatzrückgang um rund 20 Prozent auf 830 Millionen Euro (Vorjahr: 1.038 Millionen Euro). Die größte Abnahme entfiel auf das Neugeschäft mit minus 31 Prozent, gefolgt vom Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft mit lediglich minus 7 Prozent. Der weniger konjunkturanfällige Kundendienst profitierte vom stetig steigenden Marktbesatz und ging nur um minus 5 Prozent zurück. Die Auslandsquote verminderte sich aufgrund des stark rückläufigen Auslandsumsatzes auf 71 Prozent (Vorjahr: 74 Prozent).
08/2009