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Dreirad-Stapler sind wendig und kompakt. In der Klasse zwischen 1,2 und 1,3 Tonnen konkurrieren 2 Antriebskonzepte.

Vieles erinnert an die legendäre Isetta: Der BMW-Klassiker verfügt ebenso wie die so genannten Dreiradstapler über unterschiedliche Spurweiten: Vorne breit und hinten schmal. Dabei verfügen die meisten der Dreiradstapler in Wirklichkeit über vier Räder, wobei die hinteren zwei besonders eng nebeneinander angeordnet sind.

Ob drei oder vier Räder - an den typischen Nachteilen eines solchen Fahrwerkkonzeptes ändert dies nicht viel. Dreiradstapler haben eine geringere Fahrstabilität als „ausgewachsene' Exemplare mit vier Rädern an zwei gleich breiten Achsen. Gleiches gilt für den gebotenen Fahrkomfort, der die Gesamtergonomie beeinflusst. Auf der Plusseite steht dagegen ihre unglaubliche Wendigkeit.

Die Kategorie der Dreiradstapler empfiehlt sich nur, wenn die vorgesehenen Wege eben und möglichst trocken - sprich griffig - sind. Der Einsatz außerhalb der Hallen sollte die Ausnahme sein. Dies gilt umso mehr, wenn nur das gelenkte Hinterrad angetrieben wird. Diese Konstellation ist bis zu einer Tragkraft von 1,3 Tonnen üblich. Ausnahmen bilden hier die Modelle von Crown und Linde, die jeweils über die beiden Vorderräder angetrieben werden. Vom Fahrverhalten her bietet diese technisch aufwendigere und schwerere Lösung klare Vorteile.

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Knackpunkt ist die Traktion

Das liegt zum einen daran, dass zwei weit auseinander stehende Antriebsräder eine bessere Traktion besitzen als nur eines beziehungsweise zwei eng zusammen liegende. Ein weiterer Grund ist, dass bei der Lastaufnahme die Fronträder stärker auf den Boden gepresst werden und die Hinterräder „leichter' werden.

Um in den Genuss dieser Vorteile zu kommen, braucht ein Dreiradstapler jedoch zwei Antriebsmotoren - für jedes Antriebsrad einen. Grund: Um die extrem engen Kurvenradien des gelenkten Hinterrades nachvollziehen zu können, müssen die vorderen Reifen mitunter in entgegengesetzter Richtung laufen - und das funktioniert nur mit zwei Antrieben.

Die heckgetriebenen Modelle erreichen dieselbe Wendigkeit - einer der wesentlichen Vorteile dieser Fahrzeugklasse - mit nur einem Motor. Das spart Gewicht und Kosten. Grund genug, beim Kauf genau zu überlegen, ob die „kleine' Lösung in der Praxis ausreicht. Bei einer Tragfähigkeit von 1,2 oder 1,3 Tonnen ist dies meistens der Fall. Nicht zuletzt deshalb verfügen die 2005 neu vorgestellten Modelle von Toyota, BT und Cesab über den einfachen Heckantrieb - so wie damals die Isetta.


Quelle: LOG. 4/2005
www.logpunkt.de
Autor: Max Wehling
Bild: Crown
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