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RFID in der Logistik – Empfehlungen für eine erfolgreiche EinführungArchiv
RFID in der Logistik – Empfehlungen für eine erfolgreiche Einführung
Im Boden verankerte Transponder ermöglichen Kommunikation mit dem Lesegerät des Staplers.
Im Boden verankerte Transponder ermöglichen Kommunikation mit dem Lesegerät des Staplers.
Die Ergebnisse einer Befragung von 150 deutschen und ausländischen Unternehmen zum Thema „RFID in der Logistik – Empfehlungen für eine erfolgreiche Einführung“ hat jetzt das Fachgebiet Logistik der TU Berlin unter Leitung von Professor Frank Straube vorgelegt. Die Wissenschaftler fragten nach dem Vorgehen für eine erfolgreiche RFID-Implementierung. Bei der Auswertung wurden die Sichtweisen der Anwender und der Systemanbieter gegenübergestellt, branchenbezogene Analysen durchgeführt sowie Strategien der erfolgreichsten Anwender herausgearbeitet und in Handlungsempfehlungen übersetzt.

Die RFID-Technologie zählt seit einigen Jahren zu den meist diskutierten Innovationen in der Logistik. Aufgrund der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten in nahezu allen Branchen und den nicht zu bestreitenden Vorteilen gegenüber anderen Identifikationstechnologien nimmt die Verbreitung von RFID stetig zu. Im Einzelfall ergibt sich jedoch ein sehr differenziertes Bild. So weiten zahlreiche Unternehmen ihre RFID-Aktivitäten weiter aus und leisten mit dem Einsatz der Technologie einen wertvollen Beitrag zur Effizienzsteigerung ihrer Logistik. Andererseits kommt eine Vielzahl von Projekten kaum über die Konzeptphase hinaus oder wird nach einem kurzen Pilotbetrieb eingestellt.
Stapler und Ladungsträger sollen durch RFID miteinander kommunizieren können
Stapler und Ladungsträger sollen durch RFID miteinander kommunizieren können
Von den befragten Unternehmen erproben 65% die RFID-Technologie derzeit in mindestens einem Pilotprojekt. Bei mehr als der Hälfte der Anwender befinden sich ein oder mehrere RFID-Projekte bereits im Produktivbetrieb. Favorisierte Anwendungsbereiche sind das Tracking und Tracing logistischer Einheiten, aber auch das Behälter- und Bestandsmanagement sowie die Automatisierung von Prozessen. Die technische Machbarkeit stellt dabei heute kein unlösbares Problem mehr dar, der wirtschaftliche Einsatz der Technologie in vielen Fällen hingegen schon: Fast 70% der Anwender beurteilen ihren RFID-Piloten als wirtschaftlich nicht erfolgreich. Es scheint jedoch, dass die Unternehmen in dieser Hinsicht über eine optimistische Erwartungshaltung verfügen, denn 80% der Teilnehmer planen weitere RFID-Projekte bis 2010. Die Erfahrungen der Unternehmen im Umgang mit der Technologie sind noch relativ gering und mehrheitlich auf weniger als zwei Jahre begrenzt – nur ein Fünftel der Teilnehmer kann auf Erfahrungen im Umgang mit RFID von mehr als vier Jahren zurückgreifen. Daher werden auch überwiegend Projekte mit einem Volumen kleiner als 100.000 Euro angestoßen – nur ein Viertel der Anwender hat die Phase des „Antastens“ offensichtlich überwunden und tätigt Investitionen von mehr als 500.000 Euro. Der bereits erwähnte Optimismus der Unternehmen zeigt sich auch in der erwarteten Amortisationsdauer der RFID-Projekte: 60% der Anwender rechnen mit einer Amortisation nach maximal drei Jahren. Beinahe jeder zehnte Anwender geht sogar davon aus, dass sich ein RFID-Projekt bereits innerhalb eines Jahres amortisiert.

Die Studie ist in der Schriftenreihe Logistik der TU Berlin erschienen und auf Anfrage beim Fachgebiet Logistik erhältlich.

www.logistik.tu-berlin.de
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