Frage:
Die Clark Europe GmbH verbuchte im vergangenen Jahr 68 Prozent mehr Auftragseingänge als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum 2009. Wie erklären Sie sich Erfolg?
Egon Strehl:
Diese tolle Leistung ist vor allem unseren Händlern vor Ort geschuldet. Ihr Engagement ist durch nichts zu ersetzen. Natürlich profitieren wir auch von der Konjunktur im Markt für Gegengewichtsstapler, der in der Krise 2009 zwar stärker einbrach als das Segment Lagertechnik, jetzt aber eine starke Erholungsphase erlebt. Zum anderen konnten wir Marktanteile hinzugewinnen, weil selektiver als in den Jahren zuvor gekauft wird.
Frage:
Inwiefern konnte und kann Clark speziell an diesem Trend partizipieren?
Egon Strehl:
Wir stehen in der alles entscheidenden Kategorie „Preis-Leistungs-Verhältnis“ an der Spitze der Branche. Wenn Einkäufer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ordern, wird vor allem auf die Total Cost of Ownership geachtet. Da haben wir ein exzellentes Standing im Markt und uns perfekt positioniert für 2011.
Frage:
Können Sie das genauer erläutern?
Egon Strehl:
Die Sachlage ist einfach: Clark bietet robuste und technisch ausgereifte, also funktionale und effiziente Gabelstapler zu absolut wettbewerbsfähigen Preisen. Ohne Plastikteile oder dünne Bleche. Ohne technisches Spielzeug, das im harten Alltagsgeschäft schnell zur Kostenfalle wird. Das war sicher auch der ausschlaggebende Punkt bei der Umfrage des amerikanischen Logistik-Magazins MMH, bei der wir unter der Rubrik Preis- Leistungs-Verhältnis auf Platz eins landeten.
Frage:
Und genau dieser Umstand hat Ihnen zu einer elfprozentigen Steigerung der Marktanteile in 2010 verholfen?
Egon Strehl:
Mehr noch. Genau diese Tatsache hat uns auch 2009 vor dem Schlimmsten bewahrt und ist nach wie vor unser Verkaufsargument Nr. 1 – ergänzt durch einen Top Service mit intensiver Kundenbindung vor Ort. Das äußert sich auch in der Tatsache, dass Clark weltweit wieder schwarze Zahlen schreibt, was branchenweit nach wie vor keine Selbstverständlichkeit ist.
Frage:
Gute Ergebnisse sind im Regelfall das Abbild aller operativen Tätigkeiten. Was denken Sie hat Clark außerdem gestärkt aus der Krise hervorgehen lassen?
Egon Strehl:
Wir haben, wie angekündigt, unser Händlernetzwerk in Tiefe wie Breite noch besser aufgestellt. Schon in 2009 konnten wir 13 neue Händler für uns gewinnen. Starke neue Partner bedeuten auch ein anziehendes Neugeschäft.
Frage:
Ein breiter aufgestelltes Händler- Netzwerk bedeutet unterdessen auch mehr Support-Bedarf.
Egon Strehl:
Sicher. Deswegen haben wir nicht nur die Schulungen und Trainings bei uns im Hause und bei unseren Händlern intensiviert, sondern auch unsere Strategie der Marktverdichtung konsequent fortgesetzt. Lyon war der Startschuss. Die Planungen für weitere Clark Vertriebsbüros respektive Dealer Support Center zur besseren, regionalen Händlerunterstützung nehmen immer mehr Gestalt an. Das bedeutet eine bessere Marktabdeckung im gesamten Vertriebsgebiet.
Frage:
Inwiefern decken Sie den frischen Aufschwung im Hause Clark Europe, also in der Zentrale in Mülheim an der Ruhr, selbst ab?
Egon Strehl:
Unter anderem mit der Verpflichtung neuer Mitarbeiter. Neue Mitarbeiter haben wir in den Bereichen Service, F&E sowie in der Auftragsabwicklung eingestellt, ebenso wie zwei neue Azubis.
Frage:
Stichwort Forschung & Entwicklung. Andreas Krause hat ja zum 01. Oktober 2010 in seiner neuen Funktion als Technischer Direktor die Leitung für alle technischen Bereiche wie Werkstatt, Service, Garantie und Engineering übernommen – ist damit die Organisation der vier Geschäftsleitungsbereiche abgeschlossen?
Egon Strehl:
Ja. Rolf Eiten ist Direktor Sales & Marketing, Andreas Krause Technischer Direktor, Marcus Ebinghaus Direktor Buchhaltung, Controlling, IT und HR und Markus Jöckel Direktor des Bereichs Parts & Distribution.