 E-GUIDE-Batteriestecker |
Komplexe Zusammenhänge
Da das Produkt von Spannung und Strom über die Ladezeit integriert eine Energie ergibt, ist der Verlustmechanismus offensichtlich: beide elektrischen Größen sind bei der Entladung kleiner als bei der Ladung. Die verlorene Energie tritt als Wärme zutage, dies läuft der Batterielebensdauer entgegen. Die elektrolysierte Wassermenge muss immer wieder ersetzt werden, dies bedeutet Wartungsaufwand. Durch eine Verringerung des Ladefaktors, also des Verhältnisses Lademenge (Ah) zu Entnahmemenge (Ah) lässt sich der Energiewirkungsgrad verbessern. Dies muss allerdings auf intelligente Weise und kontrolliert durchgeführt werden. Auf keinen Fall darf die Batterie für längere Zeit in einen Mangelzustand geraten.
Ladeablauf in drei Kategorien
Die neuen Geräte der Serie autronic concept energy arbeiten mit einer Prozessoreinheit, die den Ladeablauf in drei Kategorien einteilt:
• Die Kategorie Energy ist eine Basisladung, bei der nur die entnommene Menge nachgeliefert und eine darüber hinausgehende Überladung vermieden wird, bis eines der Kriterien für den Start einer Kategorie Service erreicht ist.
• Diese Kategorie Service bringt die Batterie in einen entsulfatierten, ausgeglichenen Zustand zurück - ohne Stratifikation der Säure. Dies geschieht in der Regel alle fünf Tage oder nach jeweils fünf Vollzyklen.
• Eine dritte Kategorie (Korrektur) wird aktiv, falls der Betreiber unsachgemäß eingreift und Ladeunterbrechungen provoziert oder Service-Ladungen unterbindet. Diese Kategorie erzwingt in jedem Fall einen leistungsfähigen und sicheren Zustand der Batterie.
Batterie-ID mit Daten und Ladeanweisung
Alle Ladungen werden mit Batterie-Identifikation und Zeitstempel in einem Memory der Prozessoreinheit abgelegt, so dass man jederzeit die Kontrolle über die Batterien behält. Jede Batterie führt ihre Identität und eine Protokollierung ihrer Vergangenheit mit sich in Form eines RFID im Batteriestecker. In dieser e-guide genannten Einheit können auch weitere Daten der Batterie, die zur Adaptierung der Ladung wichtig sein können, eingeschrieben werden (z.B. die Nennkapazität, die Technologie der Batterie, besondere Grenz- oder Zielwerte etc.) Vor der Ladung werden diese Daten vom Ladegerät übernommen und ausgewertet. Deshalb ist es gleichgültig, an welchem autronic concept energy die „zugeordnete“ Batterie zur Ladung erscheint. In jedem Fall erhält das Ladegerät eine Anweisung, wie diese Batterie zu laden ist oder kann diese aus den vorhandenen Daten ableiten. Dadurch gelingt es, den mittleren Ladefaktor zu verringern und dennoch die Leistungsfähigkeit der Batterie zu erhalten und sogar zu verbessern. Im Ladefaktor verbirgt sich ein Teil der verlorenen Energie, der Wärmeproduktion und des Wasserverlustes.
Energieeinsparung finanziert das Ladesystem
Für eine Überschlagsrechnung seien
• eine Batterie von 48V/660Ah und
• ein Ladegerät von 48V/100A
zugrunde gelegt.
Annahme:
• Mittlere Entnahme von 70% der Nennkapazität
• Lebensdauer einer Batterie: 6 Jahre
• Energiepreis z.Zt. 0,15€/kWh
Energiebedarf für eine Volladung
- im Standard-Ladeverfahren 31 kWh
- im Ladeverfahren mit autronic concept 25,7 kWh
Energiebedarf für 6 Jahre
- im Standard-Ladeverfahren 40.900 kWh
- im Ladeverfahren mit autronic concept 33.900 kWh
Gesamt-Energiekosten nach 6 Jahren
- im Standard-Ladeverfahren 6.135,00 Euro
- im Ladeverfahren mit autronic concept 5.085,00 Euro
Fazit: Die reine Ersparnis aufgrund des Ladeverfahrens entspricht stolzen 1.050,00 Euro.
Weitere Vorteile:
• Verlängerung der Batterielebensdauer
• Wassereinsparung
• Beitrag zur Reduzierung der Umweltbelastung (z.B. CO2-Ausstoß)