 Schlepper mit eingebauter Brennstoffzelle im Einsatz |
Ziel ist es im Rahmen des HyLOG-Projekts, für die innerbetriebliche Logistik eine emissionsfreie und energieeffizientere Lösung als der bisher verwendete Fahrzeug-Antrieb mit Blei/Säure-Batterien zu erforschen, zu entwickeln und am Standort Sattledt zu testen. Kern dieser emissionsfreien industriellen Transportlösung ist die auf die Wasserstoff-Technologie aufbauende „Fronius-Energiezelle“ – eine Niedertemperatur-Brennstoffzelle. Mehr als acht Stunden Batterieladen kann somit durch eine Betankung in wenigen Minuten ersetzt werden. Aus technologischer Sicht bringt diese innovative innerbetriebliche Transportlösung die doppelte Energiedichte zur Blei/Säure-Batterie.
Projektleiter Ewald Wahlmüller: „Erprobt wird das System ab Anfang 2008 in Sattledt. Derzeit planen wir die Betankungsanlage vor Ort. Für das Gesamtsystem sehen wir einen weltweiten Bedarf vor allem im Bereich der Flurförderzeuge und Stapler, dem weltgrößten Markt für Elektrofahrzeuge, bei denen am Weltmarkt jährlich etwa 700.000 Einheiten abgesetzt werden. Das spornt uns natürlich an.“ Auch im Blickfeld behält Fronius Anwendungen aus dem Bereich der Solarelektronik, wo die Energiezelle zur ganzjährigen Stromversorgung in Verbindung mit Photovoltaik zum Einsatz kommt.
Fronius erforscht im Rahmen des HyLOG-Projekts das Gesamtsystem aus solar erzeugtem Wasserstoff, den das Logistiksystem in Sattledt als Treibstoff nutzt. Den Wasserstoff produziert Fronius selbst und verwendet zur Elektrolyse Sonnenstrom, den das Unternehmen am Dach und in der Fassade des Gebäudes über Photovoltaik gewinnt. Genutzt wird für die völlig emissionsfreie Transportlösung lediglich Sonnenlicht und reines Wasser.
Bei der Entwicklung des Gesamtsystems konzentriert sich Fronius einerseits auf die „Energiezelle“, die durch Brennstoffzellen-Technologie bis zu 5 kW elektrische Energie generiert. Andererseits arbeitet Fronius an einem Energiewandler, der es dem Elektrolyseur zur Produktion des Wasserstoffs ermöglicht, den Gleichstrom aus der Photovoltaik-Anlage direkt und ohne Umwandlung in Wechselstrom zu nutzen. Damit verbessert sich der Wirkungsgrad der Anlage um bis zu 15 %.
Partner im HyLOG-Projekt sind neben Fronius International auch Biovest Consulting GmbH, die den Elektrolyseur bereit stellt, die Bitter GmbH für das Tanksystem im Fahrzeug, sowie das HyCentA der TU Graz und die Clusterland OÖ, die begleitende Studien durchführen. Gefördert wird HyLOG durch die FFG im Rahmen des A3 Technologieprogramms des bmvit.
Das HyLOG-Projekt live erleben? Besucher sind auf dem Fronius-Stand auf der CeMAT 2008 – Halle 26 Stand K17, herzlich eingeladen.
Projektbeschreibung HyLOG (506 KB)