 Symbolische Schlüsselübergabe der beiden Brennstoffzellenstapler an die Linde Gas Division (v. l. n. r.): Dr. Jens Schultz, Linde Gas, Marc Wehner, Linde MH und Markus Bachmeier, Linde Gas. |
Entwickelt wurden die Brennstoffzellen-Stapler in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit dem langjährigen Kooperationspartner, dem kanadischen Brennstoffzellenhersteller Hydrogenics. Daneben hat der in Garching bei München ansässige Linde-Vertragspartner Gruma Nutzfahrzeuge das Projekt von Beginn an begleitet und ist für alle Fragen rund um Service und Wartung der Geräte verantwortlich. Einer der Stapler wird bei Linde Gas für den Transport von Gasflaschen zwischen Produktionshalle und Lkw-Verladeplatz eingesetzt, wobei eine öffentliche Straße überquert werden muss. Der zweite Brennstoffzellenstapler ist im Bereich der Gasflaschenbefüllung tätig. Beide Stapler ersetzen Dieselstapler mit 3,5 Tonnen Tragfähigkeit, die bisher für diese Tätigkeiten verwendet wurden. Die Betankung der Brennstoffzellenstapler erfolgt schnell und sicher an der Zapfsäule des Linde Wasserstoffzentrums und ist somit vergleichbar mit einer herkömmlichen Pkw Betankung.
Die Vorteile des Brennstoffzellenantriebs liegen für Linde Gas in den „Null-Emissionen“, die diese Geräte im Einsatz produzieren. Denn das Abfallprodukt der Aufspaltung von Wasserstoffmolekülen ist reines Wasser. Weitere Vorteile der Brennstoffzelle, gegenüber anderen Antriebskonzepten, ergeben sich durch den Wegfall des Batteriewechsels bzw. des über mehrere Stunden dauernden Ladevorgangs. Das Gleiche gilt für das von Batteriesäuren ausgehende Sicherheitsrisiko. Um die Stapler bedienen zu können, benötigen die Fahrer neben dem Besitz eines gültigen Staplerscheins lediglich eine anderthalbstündige Fahrzeugeinweisung, um den zukunftsweisenden Stapler bedienen zu dürfen.