Kaup GmbH & Co. KG - Erstmalig an einen Unternehmer verlieh die Stadt Aschaf-fenburg im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung am 16. Juni die Bürgermedaille an Otmar Kaup, den Seniorchef des Hauses KAUP. Diese höchste Auszeichnung der Stadt nach der Ehrenbürgerwürde wurde erst zum dritten Mal überhaupt verliehen.
In seiner Laudatio betonte Oberbürgermeister Klaus Herzog, daß mit dieser Ehrung die Stadt Aschaffenburg die hohe soziale Verantwortung für seine Mitarbeiter und die Treue von Otmar Kaup zum Standort Aschaffenburg auszeichne. In den über 40 Jahren des Bestehens habe die Firma mehrere Hundert Lehrlinge ausgebildet und diese fast ausnahmslos in feste Arbeitsverhältnisse übernommen. Besonders erwähnte OB Herzog auch die Tatsache, daß die heutige Weltgeltung des Unternehmens KAUP erreicht worden sei, ohne einen Wettbewerber zu übernehmen, wie das andernorts üblich sei. Er bezeichnete Otmar Kaup als begnadeten Konstrukteur und Fertigungstechniker. Er gelte auch als Koryphäe in allem, was mit Hydraulik zu tun habe. Schließlich sei Otmar Kaup auch der Konstrukteur des ersten hydrostatisch angetriebenen Gabelstaplers gewesen.
Der Präsident der IHK Aschaffenburg, Martin Suffel gab zu-nächst seiner Freude darüber Ausdruck, daß zu einer Zeit, da Unternehmer als vaterlandslose Gesellen und Heuschrecken bezeichnet werden, ein Unternehmer auf diese Art geehrt werde. Es tue der gesamten Wirtschaft gut, daß damit der Blick der Öffentlichkeit darauf gelenkt wird, daß es sich bei Unternehmern nicht um geldgierige Ausbeuter handelt. Otmar Kaup habe sehr früh erkannt, daß der bloße Gabelstapler nur ein Teil der Problemlösung des Kunden sei. Der Stapler habe praktisch mit „Händen“ ausgestattet werden müssen, wie KAUP seine Geräte heute bezeichne.
In seiner Dankesrede legte Otmar Kaup ein klares Bekenntnis zum Standort Aschaffenburg und Deutschland ab. Er rief seine Unternehmerkollegen dazu auf, mit der Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region fort zu fahren. Die Kosten zwischen dem Standort Deutschland und Billiglohnländern würden sich langfristig durch höhere Teuerungsraten ohnehin angleichen. Er ging auch auf das Engagement des Unternehmens in China ein. Dort beschäftigt KAUP derzeit 55 Mitarbeiter. Der dortigen Fertigung diene das Stammwerk als Zulieferer für Grundkomponenten, wodurch am Firmensitz rd. 20 Arbeitsplätze erforderlich seien. Derzeit plane man, in China eine Produktionshalle mit 8.000 m² zu errichten, um den chinesischen Markt, mit jährlichen Steigerungsraten von etwa 20%, besser bedienen zu können.