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Jungheinrich stellt 'großen' Hydrostaten vorUnternehmensnachrichten
Hamburger stellen „großen“ Hydrostaten vor (01.02.2012)
Jungheinrich Aktiengesellschaft - Im Frühjahr 2012 will Jungheinrich einen neuen hydrostatisch angetriebenen Gabelstapler auf den Markt bringen. Dieser erfüllt mit der neuesten Common-Rail-Motorentechnologie bereits heute die Grenzwerte der Abgasemissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. Mit der Einführung des neuen Verbrenners vom Typ VFG 540s-550s ist nach Herstellerangaben das Jungheinrich-Hydrostaten-Programm dann komplett.


Der „große“ Jungheinrich-Verbrenner mit hydrostatischem Antrieb (VFG 540s-550s) kann – bei einem Lastschwerpunkt von 600 Millimetern – bis zu 5.000 Kilogramm transportieren, bis in Höhen um die sieben Meter stapeln und besitzt eine hydrostatische Antriebstechnologie „made in Germany“ – Hydrostatic Drive. Angetrieben wird der neue Gabelstapler von einem Volkswagen-Motor, der sowohl in der Diesel- (DFG) als auch in der Treibgasvariante (TFG) zum Einsatz kommt. Die Verstellpumpen sowie die Radmotoren stammen von Bosch Rexroth. Die Basis für Spitzenleistungen bei einer gleichzeitig sehr hohen Energieeffizienz des Fahrzeuges liegt in der Systemsteuerung. Diese erfolgt über eine von Jungheinrich entwickelte Software.

„Mit der Präsentation dieses Staplers sind die Jungheinrich-Hydrostaten-Baureihen, die mit der Vorstellung des VFG 425s-435s im Jahr 2008 erfolgreich in den Markt eingeführt wurden, nun komplett“, erläutert Marek Scheithauer, Leiter Produktmanagement verbrennungsmotorisch angetriebener Gabelstapler bei Jungheinrich. Das bewährte Konzept in Bezug auf Design, Antriebstechnologie sowie Ergonomie- und Sicherheitsfeatures wurde dabei auf das neue Fahrzeug übertragen und weiter verfeinert.

„Hydrostatische Fahreigenschaften stehen für viel Fahrkomfort sowie eine hohe Umschlagleistung insbesondere bei intensiven Einsätzen“, so Scheithauer weiter. Während des Hubvorgangs wird die Drehzahl automatisch angehoben. Die Umsetzung der Fahr- und Hydraulikprozesse geschieht dank des hydrostatischen Antriebs direkt, präzise und mühelos. Durch fünf vordefinierte Betriebsprogramme – von reduzierten Leistungsparametern für besonders energiesparendes Arbeiten bis hin zur maximalen Umschlagleistung – kann der Fahrer die Arbeitsweise des Geräts per Knopfdruck an den jeweiligen Einsatzfall anpassen.

Umweltfreundliche Motoren: geringer Verbrauch und niedrige Emissionen

Die hydrostatische Antriebstechnologie verfügt im Vergleich zu Wandlerfahrzeugen über weniger mechanische Bauteile und ist somit noch servicefreundlicher und wartungsärmer. Durch die Nutzung der neuesten Common-Rail-Motorentechnologie von Volkswagen haben zahlreiche Vorteile aus der Automobilindustrie in die verbrennungsmotorisch angetriebenen Gabelstapler von Jungheinrich Eingang gefunden. Der Antriebsmotor aus der Automobilindustrie sorgt für niedrige Verbrauchs- und Vibrationswerte sowie für geringe Abgas- und Geräuschemissionen.

Der Motor in Verbindung mit dem serienmäßigen Dieselpartikelfilter erfüllt bereits heute die Vorgaben der Abgasemissionsstufe III b, die ab 2013 in Kraft tritt. „Somit bietet Jungheinrich aktuell den saubersten Dieselstapler seiner Klasse an“, so Scheithauer. „Messungen haben ergeben, dass mit dem Einsatz des hydrostatischen Antriebs in Summe eine Kraftstoffersparnis von bis zu zwei Litern Diesel bzw. zwei Kilogramm Treibgas in der Stunde erzielt werden kann. Das spart Kosten, senkt den CO2-Ausstoß und schont damit auch die Umwelt!“

Ergonomie: guter Fahrkomfort und hohe Umschlagleistung

Der großzügig und ergonomisch gestaltete Arbeitsplatz des VFG 540s-550s sorgt nicht nur für guten Komfort und entspanntes Fahren, sondern auch für eine hohe Umschlagleistung des Geräts. „Wenn der Fahrer sich auf unseren Geräten nicht nur sicher, sondern auch wohlfühlt, dann spiegelt sich dies eins zu eins in der Effizienz wider“, erläutert Marek Scheithauer. Durch die doppelte Entkopplung der Antriebseinheit und des Fahrerplatzmoduls vom Rahmen (Floating Cab) werden die Humanschwingungen auf ein Minimum reduziert. „Wir erreichen hier Werte“, so Scheithauer weiter, „die den niedrigsten Werten unserer Elektrostapler entsprechen.“

Display und Bedienfeld wurden in die in zwei Richtungen einstellbare mitschwingende Armlehne integriert. Zudem kann der Fahrer zwischen SOLO- oder MULTI-PILOT – beide mit einem integrierten Fahrtrichtungsschalter – wählen. Eine automatisch einfallende Feststellbremse und eine zweifach verstellbare, schlanke Lenksäule mit Memory-Funktion für noch mehr Bein- und Bewegungsfreiheit runden das Bild des neuen VFG 540s-550s ab.

Sichere Bauweise: niedriger Schwerpunkt, große Stabilität

Der Jungheinrich VFG 540s-550s mit hydrostatischem Antrieb bietet ein hohes Maß an Sicherheit im täglichen Betrieb. Das Fahrzeug besitzt eine große Stabilität durch seinen sehr niedrigen Schwerpunkt. Dieser basiert im Wesentlichen auf einer besonderen Gestaltung des Gegengewichts und der oberhalb der Radaufhängung pendelnd gelagerten Hinterachse. Der Stapler kommt daher ohne ein zusätzliches elektronisches Stabilitätsprogramm aus. Dieses Prinzip wird bereits seit 2004 bei den im Hause Jungheinrich entwickelten verbrennungsmotorisch angetriebenen Gabelstaplern angewandt.

Weitere Sicherheitsaspekte sind beim VFG 540s-550s geradezu „offensichtlich“. Durch ein spezielles Design der Pultwand erhält der Fahrer eine gute Sicht nach vorne auf die Last und die Gabelspitzen. Die Sicht nach hinten wurde durch die niedrige Oberkante des Gegengewichtes deutlich verbessert. Ein strebenfreies Sichtfenster mit Sicherheitsglasabdeckung im Fahrerschutzdach gewährt dem Bediener beim Ein- und Ausstapeln von Paletten freien Blick nach oben.

Verschiedene Assistenzsysteme für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit

Zusätzlich zur konstruktionsbedingten Sicherheit besitzt der „große“ Hydrostat von Jungheinrich optional verschiedene Assistenzsysteme. Access Control beispielsweise ist ein Assistenzsystem, das das Fahrzeug erst nach einer bestimmten Sequenz von Kontrollmechanismen (geschlossener Sitzschalter, Gurt) freigibt. Drive Control basiert auf der in Jungheinrich-Elektrostaplern seit mehr als zehn Jahren erfolgreich integrierten Curve Control. Parallel zur Geschwindigkeitsreduktion bei Kurvenfahrten erfolgt ab einer definierten Hubhöhe ebenfalls eine Begrenzung der Fahrgeschwindigkeit. Beim Assistenzpaket Lift Control für das sichere Handling der Last wird zusätzlich die Neigegeschwindigkeit ab einer definierten Hubhöhe reduziert, ein integrierter Seitenschieber bei Bedarf auf eine vorprogrammierte Mittelstellung positioniert und die Mastneigung angezeigt.
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