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Die Intralogistik schaltet um auf Automatik (14.10.2016)
Linde Material Handling GmbH - Mit einem wachsenden Angebot an autonom fahrenden und hebenden Flurförderzeugen bahnt sich ein Paradigmenwechsel an: Die Grenzen zwischen manuell und vollautomatisch weichen mehr und mehr auf. Neue Ideen und Produkte rund um automatisierte Intralogistik präsentierte Linde Material Handling auch auf seiner Kundenveranstaltung World of Material Handling (WoMH) im Frühjahr diesen Jahres. Dabei ging es um einen Blick in die nähere und fernere Zukunft: Wie lässt sich die „smart factory“, die intelligente Fabrik, umsetzen und wie hängen Automatisierung und Vernetzung zusammen?


Ein Hochregalstapler nimmt eine Palette aus einem Regalfach, setzt sie an einem Übergabeplatz ab, wo sie ein Hochhubwagen übernimmt und nach kurzer Transportstrecke auf einer Rollenbahn absetzt. Nachdem die Palette über die Rollenbahn zum anderen Ende gelaufen ist, wird sie von einem wartenden Linde Factory Train aufgenommen, der die Palette zu einem weiteren Regal fährt – all das passiert vollautomatisch, ohne dass ein Fahrer die Geräte steuern müsste. Mit diesem mehrstufigen Arbeitsspiel zeigte Linde, was mit autonomen Flurförderzeugen bereits denkbar wäre und wie eine automatisierte Übergabe von Ladungen zwischen selbstfahrenden Fahrzeugen stattfinden kann. Das ist eine Vision für die „smart factory“, die intelligente Fabrik der Zukunft. Und Linde ist mit seiner Produktpalette bereits auf dem Weg in diese Zukunft.

Zukunftsthema: Das Zusammenspiel verschiedener Fahrzeuge

„Schleppen, transportieren, einlagern – wir werden in allen Kategorien eine automatisierte Lösung haben“, sagt Tobias Zierhut, Head of Product & Service Marketing, Linde MH. Viele Anwendungen werden in Zukunft ein untereinander vernetztes System sein: „Das komplett automatisierte Zusammenspiel verschiedener Fahrzeugmodelle – das ist ein Thema der Zukunft, gerade auch in der Verbindung von Produktion und Lagerhalle“, ist Zierhut überzeugt. Inklusive einer Anbindung an das Warehouse Management, wo Daten ausgewertet werden, Fahrbefehle generiert werden und die Mitarbeiter jederzeit die Position aller Fahrzeuge oder Waren im Blick haben.

Hochregalstapler wird bis zum Jahresende automatisierte Flotte erweitern

Gleichzeitig entwickeln sich insbesondere in der Lagerlogistik immer öfter Mischformen zwischen manuell bedienten Flurförderzeugen und vollautomatisierten Regal- und Förderanlagen. Ein weiterer Baustein ist der Hochregalstapler K-MATIC, der auf der WoMH als Preview präsentiert wurde: Mit dem neuen Linde Robotics-Gerät „driven by Balyo“, welches Ende des Jahres auf den Markt kommen soll, erweitert sich der Arbeitsbereich der autonom fahrenden Linde Flotte in die vertikale Ebene. Der automatische Schmalgang-Stapler fährt im Regal über eine Draht- oder Schienenführung und greift zu beiden Seiten Waren oder lädt diese ab. Sobald er bei seiner Arbeit den Gang wechseln muss, fährt er ohne mechanische Führung mittels Geo-Navigation. „Es gibt einen eindeutigen Trend zu Schmalganglagern in Europa aufgrund steigender Grundstückspreise und höheren Warendurchsatzes“, sagt Zierhut, „die Automatisierung bietet unseren Kunden die Chance, weitere Effizienzsteigerungen zu realisieren.“ Schmale Gänge, hohe Ladungsdichte und Hubhöhen von 12 Metern und darüber hinaus bilden eigenen Angaben zufolge die ideale Umgebung für den Linde K-MATIC. Der Hochregalkommissionierer wird das fünfte Modell in der Linde Robotics-Flotte, die bereits zwei Hochhubwagen (L-MATIC), einen Schlepper (P-MATIC) und einen Niederhubwagen (T-MATIC) umfasst.

Kunden wollen autonome Systeme schrittweise einführen

„Automatisierung wird nicht die einzige Lösung für alle zukünftigen intralogistischen Anforderungen sein, aber eine wichtige Rolle spielen“, sagt Massimiliano Sammartano, Vice President Sales & Service Marketing & Operations, Linde MH. Mittelfristig soll das Programm deshalb noch weiter ausgebaut werden. Besonderheit der Linde Robotics-Geräte ist die Geo-Navigation, wodurch sich die Geräte ohne weitere Infrastruktur frei im Raum orientieren können, wie der Hersteller mitteilt. Weitere Vorteile der MATIC-Flotte liegen den Angaben zufolge im hohen Potenzial zur Vernetzung mit Maschinen und Anlagen, in der hohen Verkehrssicherheit durch Komponenten, wie Sensoren, Scanner und Kameras, sowie der Möglichkeit, jederzeit zwischen autonomem Fahren und manueller Bedienung zu wechseln. „Seitens der Kunden besteht ein großes Interesse an automatisierten Lösungen, die sich schrittweise in die bestehende betriebliche Logistik integrieren lassen“, sagt Zierhut. Und dafür will Linde die richtige Lösung bieten.
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