Erweiterter Automobilstandard
Ein deutliches Plus an Komfort verschafft den vier neuen Treibgasmodellen die im Bereich der Frontscheibe auf beiden Seiten um 10 Zentimeter verbreiterte Kabine. Der zusätzliche Raum verschafft dem Bediener nicht nur eine größere Bewegungsfreiheit, sondern vor allem eine verbesserte Mastdurchsicht, die für noch größere Sicherheit insbesondere beim Ein- und Auslagern von Waren in Hubhöhen bis achteinhalb Metern sorgt. Der Sichtwinkel außen am Mast vorbei ist um das 3,5-fache erweitert. Erleichterung erfährt der Bediener zudem durch die in eine breite Armlehne integrierten Bedienhebel zur Steuerung der Arbeits- und Zusatzhydraulik. Die so genannte Linde Load Control – mittlerweile ein Markenzeichen aller Gegengewichtstapler von Linde im Traglastbereich von 1,4 bis 18 Tonnen – erlaubt eine feinfühlige und präzise Steuerung der Mastfunktionen mit den Fingern der rechten Hand. Den Automobilstandard unterstützen zudem die im Griffbereich befindliche Schalterleiste, geräumige Ablagefächer, serienmäßig getönte Scheiben, ein optional luftgefederter Sitz sowie Heizung-/ Klimaautomatik und Radio mit CD/MP3 und SD-Karten Funktion.
Modernste Motorentechnologie
Die neuen 5 bis 8-Tonnen Treibgasstapler werden durch BMF-Saugmotoren von Volkswagen angetrieben. Der 6-Zylinder Reihenmotor verfügt über eine Motorleistung von 68 kW (bei 2.200 1/min), das maximale Drehmoment von 300 Nm wird konstant im Bereich zwischen 1150 und 2050 1/min erreicht. Serienmäßig ist in den Treibgasstaplern ein geregelter Katalysator verbaut. Das elektronische Motormanagement sorgt dafür, dass sich der Motor stets im optimalen Leistungsbereich befindet und möglichst kraftstoffsparend fährt.
Mit den neuen Treibgasmotoren sinken die Geräuschwerte der bis zu 12 Tonnen schweren Stapler um zirka 3db(A), wodurch sich das Einsatzspektrum in Hallen oder geräuschsensiblen Bereichen erweitert und für ein angenehmes Arbeitsumfeld von Fahrern und ihren Kollegen sorgt.
Höhere Hubgeschwindigkeiten bei niedrigen Motordrehzahlen
Für die Hebe- und Neigefunktionen des Hubmastes kommt wie bei den Dieselstaplermodellen derselben Baureihe eine von Linde selbst entwickelte Axialkolben-Verstellpumpe zum Einsatz. Sie vermag ein deutlich größeres Ölvolumen pro Umdrehung zu fördern und sorgt für höhere Hub- und Senkgeschwindigkeiten des Hubmastes bei niedrigen Motordrehzahlen. Dadurch verbrauchen die Stapler nicht nur weniger Kraftstoff, sondern es sinkt auch der Geräuschpegel und das Hydrauliköl verschleißt langsamer.
Schmale Hubmastprofile für beste Sicht
Gute Sicht, hohe Resttragfähigkeiten aber auch eine hohe Verwindungssteifheit des Mastes sind unabdingbar, wenn beispielsweise sechs Paletten mit vollen Getränkekisten gleichzeitig ein-, ausgelagert und transportiert werden. Um zusätzlich zur breiteren Kabine die Sicht weiter zu verbessern, verfügen die Treibgasstapler, wie ihre Pendants mit Dieselantrieb, über ein neues Hubmastkonzept. Dazu gehören zum einen die obenliegenden Neigezylinder, die mit besten Hebelverhältnissen hohe Resttragfähigkeiten gewährleisten. Verschachtelte Hubmastprofile mit schmalen Profilblöcken und die sichtoptimierte Anbringung der Hubzylinder verbessern das Sichtfeld durch den Standardmast im Vergleich zur Vorgängerbaureihe um fast ein Fünftel, beim Triplexmast um 18 Prozent. Als weitere Komponente des Hubmastkonzepts sorgt die patentierte Torsionsstütze zusammen mit dem Torsionsgitter für hohe Verwindungssteifheit.
Erhöhter Leistungsumfang der Zusatzhydraulik
Insbesondere bei Staplern mit höheren Tragfähigkeiten, wie den 5 bis 8 Tonnen Treibgasstaplern, sind Anbaugeräte keine Seltenheit, sondern vielmehr die Regel. Um für Anbaugeräte wie Mehrfachpalettenklammern, Rollenklammern oder Zinkenverstellgeräte eine höhere Arbeitsgeschwindigkeit zu realisieren, wurde die dritte Zusatzhydraulik bei den aktuellen Treibgasstapler-Modellen als eigenständiger Kreislauf ausgeführt und die Literleistung der Zusatzhydraulik von 70 Litern auf 95 Liter erhöht. Eine vierte Zusatzhydraulik wird bei Bedarf über ein Magnetumschaltventil aktiviert.
Überwachte Treibgastanks
Die Treibgasstapler verfügen über zwei Tanks mit einem Füllvolumen von 112 Litern, wobei der untere überwacht wird und über Funk mit der Füllstandsanzeige im Display korrespondiert.