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Neue Gaswarnanlage der Ex-Schutzzone 2, ATEX-Kategorie 3 G (Gas) Unternehmensnachrichten
Innovative Gaswarnanlage für Ex-Zone 2 (19.01.2015)
Linde Material Handling GmbH - Flurförderzeuge, die in der Ex-Schutzzone 2, ATEX-Kategorie 3 G (Gas) arbeiten, benötigen entweder entsprechende sicherheitstechnische Modifikationen (Vollschutz) oder sind mit einer Gaswarnanlage auszurüsten, welche kontinuierlich die Gaskonzentration in der Umgebungsatmosphäre überwacht und das Fahrzeug bei Grenzwertüberschreitung kontrolliert stilllegt. Ab sofort ist für Linde Elektro-Stapler im Traglastbereich von 1,4 bis 3,5 Tonnen und Ex-Schutzzone 2 optional die innovative, funkgesteuerte Gaswarnanlage des französischen Spezialisten Centrexpert verfügbar. Zum Funktionsumfang des seit Kurzem zertifizierten Systems gehören Zugangssteuerung, eine Prüfung vor Schichtantritt (Pre-Shift-Check), die Selbstkalibrierung und Servicefreundlichkeit des Systems. Alle sicherheitsrelevanten Daten, wie Gaskonzentration und Betriebstemperatur der Motore, werden auf einem Bildschirm angezeigt. Berichtswesen, Wartungsplanung sowie eine drahtlose Verbindung zu stationären Gassensoren runden das Funktionspaket ab.


Das Gaswarnsystem von Centrexpert besteht aus einem ex-geschützten Tablet-PC, einem Sensor mit kleinem Tank für das Testgasgemisch sowie einer Relaisbox mit Steuerung. Für die drahtlose Verbindung zwischen Temperatursensoren und Steuerung sorgt das besonders ausfallsichere, geschützte Funkprotokoll „ZIGBEE“.

„Mit der funkgesteuerten Gaswarnanlage von Centrexpert schaffen wir ein Allein-stellungsmerkmal für Linde-Stapler, die in der Ex-Schutzzone 2 zum Einsatz kommen“, betont Herbert Kunkel, Geschäftsführer der Proplan Transport- und Lagersysteme GmbH, einem Tochterunternehmen von Linde Material Handling. Denn die gesamte Einheit zur Gasdetektion ist in einem Gehäuse untergebracht, das gerade einmal die Größe einer Getränkedose besitzt. Da sich das System bei jedem Fahrzeugstart selbst kalibriert und die Sensoren auf Funktionsfähigkeit prüft, sei es deutlich komfortabler als vergleichbare auf dem Markt befindliche Systeme. Und auch im Betrieb zeigt es dem Fahrer fortlaufend alle Ex-Schutz-relevanten Betriebszustände wie beispielsweise Temperatur oder Gaskonzentration in der Luft an. Lediglich einmal pro Jahr ist die Box mit Sensor und Testgasgemisch im Rahmen üblicher Wartungsarbeiten durch den Servicetechniker auszutauschen, wie es heißt. Gleichzeitig könne das System als Zugangskontrolle genutzt werden. Dabei lassen sich für Fahrer, Einsatzleiter und Servicemonteure unterschiedliche PIN-Codes vergeben. Hat sich ein Fahrer erfolgreich angemeldet, besteht die Möglichkeit, dem Start des Gerätes ein kurzes Abfrageprozedere vorzuschalten, um ihn daran zu erinnern, dass er mit einem speziellen Fahrzeug arbeitet und in Ex-Schutzzone 2 tätig ist. Während der Schicht erstellt das System eine lückenlose Historie über die aufgetretenen Gaskonzentrationen, und zwar unabhängig davon, ob die Gaskonzentration in der Luft den Grenzwert überschritten hat oder nicht. Im Fall eines Überschreitens wird das Fahrzeug kontrolliert stillgesetzt und, wenn gewünscht, kann das System per Funkverbindung eine Nachricht an den Einsatzleiter schicken. Sobald die Gaskonzentration wieder unter den Grenzwert sinkt, erhält der Fahrer eine entsprechende Nachricht am Display. Anschließend kann das Fahrzeug entweder von einem Vorgesetzten freigegeben und wieder in Betrieb genommen werden oder das Fahrzeug wird so eingestellt, dass der Bediener selbst das Fahrzeug wieder starten kann.

Für den Einsatzleiter ist mit dem angeschlossenen Berichtswesen eine deutlich größere Transparenz verbunden, da er sich sämtliche Ereignisse wie Alarme oder den Verlauf der Gaskonzentration über das angeschlossene Berichtswesen anschauen kann. „Mithilfe dieses Monitorings kann er das vorhandene betriebliche Sicherheitskonzept immer wieder überprüfen“, fasst Kunkel zusammen. „Beson-ders interessant dürfte das System für die Betreiber aber nicht zuletzt wegen der möglichen Vernetzung mit anderen stationären oder mobilen Überwachungs-, Sicherheits- und Meldesystemen sein.“ In diesem Fall könnte das Gaswarnsystem verhindern, dass der Stapler überhaupt in einen Bereich fährt, in dem die Gaskonzentration das erlaubte Maß gerade überschritten hat. Darüber hinaus ließen sich Stapler oder Staplerflotte in ein bereichsübergreifendes Sicherheitskonzept für das gesamte Werk einbinden, mit täglicher Dokumentation und Überwachung sicherheitsrelevanter Zustände.
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