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Neue Linde Schlepper und Plattformwagen alsals Zugmaschine für Routen- oder Logistikzüge Unternehmensnachrichten
Größere Schleppleistung, wachsende Vielfalt (17.10.2014)
Neue Produktfamilie an Schleppern und Plattformwagen.
Neue Produktfamilie an Schleppern und Plattformwagen.
Linde Material Handling GmbH - Mit einer neuen Produktfamilie von Schleppern und Plattformwagen kommt Linde Material Handling (MH) auf den Markt. Neben einem Schlepper mit sechs Tonnen bietet der Flurförderzeughersteller zusätzlich ein Gerät mit acht Tonnen Schleppleistung an, um weitere Marktsegmente zu erschließen. Eine Erweiterung des Produktprogramms ist zudem der Plattformwagen Linde W08 mit einer Tragfähigkeit von 800 Kilogramm und einer Schleppleistung von 7 Tonnen. Technologisch auf dem neusten Stand, besitzen nach Herstellerangaben alle Geräte eine automobilkonforme Ergonomie und verfügen über drei verschiedene Fahrmodi, eine automatische Halte- bzw. Parkbremse, gefederte und abgekoppelte Radaufhängungen, den Linde Curve Assist, seitlichen Batteriewechsel sowie last but not least vielfältigste Optionen, um die Geräte für jeden Einsatzfall passgenau auszurüsten.

Typische Einsatzorte der Schlepper Linde P60 bis P80 sind sowohl Produktionshallen als auch Außenbereiche von Industrieunternehmen und Flughäfen. Immer öfter finden die Geräte zudem als Zugmaschine für Routen- oder Logistikzüge Verwendung. Dank der Schleppleistung von sechs bis acht Tonnen verziehen sie ihre Lasten auch über Steigungen oder Ladebrücken und überwinden – dank großer Bodenfreiheit – auch Hindernisse wie Schienen, Schwellen oder Schlaglöcher. Dabei dämpft die abgekoppelte und gefederte Radaufhängung an allen drei Rädern Erschütterungen durch Bodenunebenheiten ab und soll auf diese Weise für ein angenehmes, gesundheitsschonendes Arbeiten und flexible Verwendungsmöglichkeiten der Geräte sorgen. Aufgrund der zu transportierenden Lasten wurden die Federelemente auf der Hinterachse des Plattformwagens zusätzlich verstärkt, wie es heißt.

Der Batteriewechsel erfolgt über eine seitliche Klappe am Fahrzeug schnell und einfach mithilfe von Rollbahnen oder eines Handgabelhubwagens.
Der Batteriewechsel erfolgt über eine seitliche Klappe am Fahrzeug schnell und einfach mithilfe von Rollbahnen oder eines Handgabelhubwagens.
Angetrieben werden Schlepper und Plattformwagen von einem wartungsfreien, gekapselten
4,5-kW-Drehstrommotor, der die Geräte auf eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h beschleunigt. Drei verschiedene Leistungsmodi – Performance, Efficiency und Economy – lassen dem Betreiber nun auch in dieser Geräteklasse die Wahl zwischen höchster Umschlagleistung und sparsamstem Energieverbrauch. Dabei könne der Fahrer jederzeit über den ECO-Button im Display vom Performance- oder Efficiency-Modus in den Economy-Modus wechseln, um Energie zu sparen und die Laufzeit der Batterie zu verlängern. Und dies empfiehlt sich laut Hersteller insbesondere dann, wenn er bei der zu erledigenden Aufgabe auf höhere Geschwindigkeiten und Beschleunigung verzichten kann. Die Auswirkung auf die noch verbleibende Restlaufzeit liest er an der sich aktualisierenden Displayanzeige ab. Batteriekapazitäten von 240 und 375 Ah bieten individuell Anpassungen an unterschiedlichste Einsätze und Laufzeiten. Auf diese Weise können die Anwender Leistung und Einsatzdauer variieren und ihre Kosten optimieren.

Komfortabler Fahrerarbeitsplatz

Spürbare Verbesserungen bietet nach eigenen Angaben die neue Baureihe auch bei der Ergonomie. Über den tiefen Einstieg mit großen, rutschfesten Trittstufen und abgerundeten Formen gelangt der Fahrer von beiden Seiten bequem auf seinen Fahrerarbeitsplatz. Dort findet er intuitiv und automobilkonform angeordnete Bedienelemente sowie zahlreiche Ablagemöglichkeiten für Dokumente und persönliche Gegenstände vor, welche ihm die Arbeit erleichtern sollen. In der Standardausführung werden die Geräte mit Schlüssel-Schalter gestartet, alternativ gibt es ebenfalls kostenfrei die Ausstattungsvariante mit PIN-Code-Freigabe. Dadurch minimiert sich das Risiko eines unberechtigten Gebrauchs mit der Folge von Verletzungen und Beschädigungen.

Das im Vergleich zum Vorgängergerät – bei gleichem Wenderadius – um 150 Millimeter längere Chassis nutzten die Linde-Entwicklungsingenieure, um den Fußraum zu vergrößern und dem Fahrer mehr Beinfreiheit zu verschaffen. Damit der Arbeitsplatz möglichst genau Bedürfnissen und Körperstatur des Fahrers entspricht, sind sowohl Lenksäule als auch der gefederter Sitz mehrfach einstellbar. Das neue, interaktive Display mit zwei verschiedenen Menüoberflächen liefert dem Bediener wichtige Informationen wie den aktuellen Batteriestand, die geleisteten Betriebsstunden oder die Fahrgeschwindigkeit. Gleichzeitig sind dort wichtige Schalter beispielsweise für Schleichfahrt, ECO-Modus oder Optionen wie Scheibenwischer und Licht untergebracht.

Das neu konstruierte Chassis ist laut Hersteller auf bestmögliche Rundumsicht und maximale Stabilität durch niedrigen Eigenschwerpunkt ausgelegt und biete dem Bediener ein sicheres Arbeitsumfeld sowie freie Sicht auf die Heckkupplung, was ihm das Ankuppeln von Anhängern erleichtern soll. Für noch mehr Sicherheit in allen Fahrsituationen sorgen darüber hinaus die vier unabhängigen Bremssysteme. Nimmt der Fahrer den Fuß vom Pedal oder schaltet er in die entgegengesetzte Fahrtrichtung, bremst das Gerät automatisch ab und erzeugt regenerative Energie, welche in die Batterie fließt und die Batteriestandzeit erhöht.

Weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal ist die automatisch einfallende Parkbremse. Sie wird beim Loslassen der Pedale aktiviert. Dadurch kann der Fahrer das Gerät jederzeit ohne nachzudenken – auch an einer Steigung – verlassen, denn die Parkbremse löst sich erst dann wieder, wenn das Gaspedal getreten wird. An Steigungen soll zudem ein integrierter Berganfahr-Assistent ein Zurückrollen des Fahrzeugs beim Anfahren verhindern. Außerdem ist jedes Rad mit einer selbst nachstellenden hydraulischen Trommelbremse ausgestattet, welche Gerät und Transportgut sicher zum Halt bringt. Zu schnelles Fahren in Kurven verhindert der serienmäßige Linde Curve Assist. Er reduziert in Abhängigkeit des Lenkwinkels die Geschwindigkeit und kann somit zu einem sicheren Arbeitsumfeld beitragen.

Das sechs Millimeter dicke Stahlchassis, ein CAN-Bus-Zugang für schnelle Fehlerdiagnose und Einstellung der Fahrzeugparameter, eine neue, robuste Antriebsachse, neuste Steuerungstechnik, verlängerte Serviceintervalle oder austauschbare Sitzpolster machen die neue Baureihe langlebig und servicefreundlich, wie der Hersteller mitteilt. Eine weitere Innovation ist der seitliche Batteriewechsel, der ein Kransystem überflüssig machen kann. Über eine seitliche Tür am Fahrzeug erfolgt der Batterietausch schnell und einfach mithilfe von Rollenbahnen oder eines Handgabelhubwagens. Bei Bedarf kann die Batterie jedoch auch wie bisher über ein Kransystem gewechselt werden.

Für passgenaue Geräte sorgt ein breites Angebot an optionalen Ausstattungsvarianten. Und diese reichen von unterschiedlichen Sitzen, Kupplungen, zwei seitlichen Tastfahrschaltern für Schleichfahrt und Mitgängerbetrieb über Sonnenschutz, Front-, Dach- und Heckscheiben, Seitentüren und Vollkabine bis zu Fahrzeugbeleuchtung und verschiedenen Plattformoptionen.
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