 Über das System können einzelne Fahrzeuge für Durchfahrten gesperrt werden, so dass diese in bestimmte Bereiche nicht einfahren können |
Beim NoColl Kollisionsschutzsystem handelt es sich um ein Sensorsystem für Flurförderzeuge zur situationsbedingten Steuerung des innerbetrieblichen Verkehrs. Das Kollisionsschutz-System ist nach Herstellerangaben ein innovatives, berührungslos wirkendes Sensorsystem, mit dem Unfälle beim innerbetrieblichen Transport weitestgehend verhindert werden. Dazu werden sowohl die lokalen Gefahrstellen als auch die Fahrzeuge mit NoColl-Sensoren ausgestattet. Diese können dann innerhalb der „markierten' Gefahrenbereiche nur noch so fahren, wie es der Unternehmer in einer möglichen Betriebsanweisung bestimmt hat - ohne dass es von dem Fahrer beeinflusst werden kann. Bei dem System handelt es sich um kein Personenschutzsystem. Ein Sensor hat einen Wirkbereich in der Form eines überdimensionalen Tropfens mit ca. 12 m Länge und 6 m Durchmesser. Die kleinen Sensoren „erkennen' sich in axialer Anordnung gegenseitig in deren Wirkbereich und kommunizieren miteinander. Über die Auswerte- und Steuerelektronik am Fahrzeug wird eine bestimmte Fahrzeugfunktion ausgelöst.
Funktionen und Einsatzbereiche des NoColl-Systems:
Automatische Geschwindigkeitsreduzierung bei Begegnungsverkehr
Automatische Geschwindigkeitsreduzierung an Kreuzungen und Ausfahrten aus Regalgassen oder Nebenverkehrswegen
Automatische Geschwindigkeitsreduzierung in Kurven
Fahrzeug-Stopp an Rampen und Beladestationen ohne angedockten LKW
Einfahrt-Stopp in verbotene Bereiche
Geschwindigkeitsreduzierung beim Erkennen von Fußgängern am Mitgängerfahrzeug
Geschwindigkeitsreduzierung an Fußgängerüberwegen
Hubhöhenüberwachung an Unterzügen und Durchfahrten mit FFZ-Stopp bei Höhenüberschreitung und Hub-Stopp im Bereich verminderter Durchfahrtshöhe.
Dieser Artikel ist in der Fachzeitschrift staplerworld - Ausgabe 03-2006 erschienen.